Unser Weg in den Schönstatt-Familienbund

Als junges Ehepaar stellten wir im Rahmen einer Volksmission in unserer damals neuen Heimatpfarre die Frage, wie und ob man christliches Familienleben verwirklichen kann. Wir spürten eine tiefe Sehnsucht nach einem christlichen Familienleben, um unsere Kinder gut zu erziehen und als Ehepaar Jesus nachzufolgen, so wie es halt für Eheleute mit Kindern möglich ist. Leider gab keiner Antwort auf unsere Frage. Viele Probleme in Kirche und Welt wurden gewälzt, aber wie christliches Familienleben ausschaut, dazu wollte oder konnte keiner etwas sagen.

Durch Zufall stießen wir damals auf die Zeitschrift Familie als Berufung und machten Bekanntschaft mit der Schönstattbewegung. Plötzlich wurden viele unserer Lebensfragen beantwortet: Wie erziehen wir unsere Kinder? Wie streiten Eheleute und wie sieht Versöhnung aus? Wieviel darf man als Mann/Frau im Beruf aufgehen und wieviel Zeit benötigt die Familie? Wieviel dürfen/sollen wir uns leisten?  Aber auch: Wie können wir gemeinsam beten? Wie gehen wir mit der Sexualität in unserer Ehe um? Und auf viele andere Fragen gab es endlich Antworten.

Wir waren beeindruckt von den gelungenen Lebensbeispielen und meldeten uns für eine Schönstattfamilienwoche auf der Wurzeralm an, von der wir begeistert zurückkamen, sodass wir noch im selben Jahr an einer Wintertagung in Schönstatt am Kahlenberg teilnahmen und mit drei anderen Familien eine Schönstatt-Familienrunde gründeten.

Neben den praktischen Lebenstipps und den lustigen Abenden in der Familienrunde entdeckten wir, dass es da eine tiefe spirituelle Dimension gab: Das Liebesbündnis mit Maria, die Gnade der Wandlung und Heilung von Fehlern und Wunden, die uns das Leben geschlagen hatte, das Hingeführt werden zu einer tieferen Gemeinschaft, wo wir Heimat finden können. Eine Gemeinschaft, die all das im ständigen Streben zusammen verwirklichen möchte und wo wir uns als Teil einer großen Familie gegenseitig stützen und stärken. Wir spürten eine große Sehnsucht dieser Gemeinschaft, dem Schönstatt- Familienbund, anzugehören.

Wir fragen uns oft, was wohl aus uns geworden wäre, wenn wir die Schönstattbewegung und die großartige Pädagogik von P. Kentenich nicht kennengelernt hätten. Nun sind wir schon über 20 Jahre beim Familienbund und 30 Jahre verheiratet und dürfen immer wieder dankbar sein und darüber staunen, wie tief und echt, aber auch wie jung, unsere Liebe geblieben ist.

Veronika & Fritz Pilshofer, Altenberg

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